18/05/2018 - 30/05/2018 

 

Vernissage Freitag, 18. Mai, 18h

Finissage Mittwoch, 30. Mai, 18h

Die Ausstellung ACID TEST zeigt Ausschnitte einer Expedition in den Mikrokosmos. 

 

Für seine neuste Arbeit verliess der Fotograf Peter Hauser seine gewohnte Umgebung und tauchte ein in den irdischen Mikrokosmos. In einem als Expedition zu verstehenden Versuch untersuchte er verschiedene Säuren in kristalliner Form mit Hilfe eines Mikroskops. Die im Okular erscheinenden Welten durchwanderte er durch den Sucher seiner fest am Mikroskop montierten Kamera, wobei er bestimmte An-/Einsichten fotografisch festhielt. Eine Auswahl seiner Entdeckungen sind nun in der Ausstellung ACID TEST zu sehen, in welcher Hauser ausgewählte Ausschnitte aus einer für das gewöhnliche Auge unsichtbaren Nebenwelt zeigt. Die in Abstraktion und Fremdheit verblüffenden Bildkompositionen eröffnen dem Betrachter / der Betrachterin einen Einblick in einen neuen Kosmos fernab von greifbaren Relationen zu unserer grobstofflichen Welt. 

Die Bezeichnung Acid Test hat den Ursprung im Goldsucherjargon des 19. Jahrhunderts und meint einen Säuretest, mit dem man den Goldgehalt von Gestein bestimmt. Mitte der 1960er Jahre transformierte dieser Begriff zum Titel einer Reihe von Happenings an der Westküste der USA, wo neben diversen Performances der kollektive LSD Konsum im Vordergrund stand.

Fotografie, C-Prints , div. Formate

© 2018

Peter Hauser, geboren 1981 in Glarus, besuchte unter anderem die ZHdK, welche er 2010 mit einem Bachelordiplom abschloss. Seine künstlerische Arbeit  dreht sich hauptsächlich um das Medium Fotografie, welches er einerseits im klassischen Sinn behandelt, andererseits auslotet, hinterfragt und neu interpretiert. Die analoge Arbeitsweise Hausers setzt sich über das fertige Bild zusätzlich mit den Entstehungsprozessen innerhalb der Fotografie, welche vorwiegend aus chemischen Abläufen bestehen, auseinander. Hauser betrachtet die Fotografie als ein Feld, in welchem er gestalten, experimentieren und forschen kann. Die Rolle als Fotografen führt ihn  an Orte, die ausserhalb des für ihn Bekannten liegen. Die Konfrontation mit dem Unbekannten, das Suchen und Finden, Beleuchten und Extrahieren von Orten, Unorten, Landschaften, Vegetationen, Gegenständen, Formen und Prozessen treiben ihn an. Autorenschaft ist bei diesen Abläufen das zentrale Element; die Auseinandersetzung mit dem Gefundenen, die Entwicklung von Erzählstrukturen und die Frage der Form sind Konstanten in seiner Arbeit. 

Mit freundlicher Unterstützung durch